Wirkung des Atems/ Panayamas beim Kundalini-Yoga

Pranayama ist Sanskrit und bedeutet Verlängerung oder Zähmung des Atems.

Prana     => Lebensenergie
Ayama   => Ausweitung/ Kontrolle

Über die Atmung wird im indischen Verständnis die gesamte Lebensenergie (Prana) aufgenommen. Prana ist die Kunst, die Energie durch bewusste Atemführung zu konzentrieren und gezielt zu führen. Durch regelmäßiges Pranayama wird der Geist beruhigt, der Körper entgiftet, gestärkt und belebt. Die Selbstwahrnehmung verstärkt sich.

Atem und Atemübungen nehmen beim Kundalini-Yoga eine Schlüsselposition ein. Durch die Anwendung verschiedener Atemtechniken gelingt es uns, Verhaltensmuster zu brechen. Dabei ist die exakte Ausübung wichtig.

Durch das Praktizieren von Yoga kann man die Atemfrequenz reduzieren. Es ist möglich, die Atemfrequenz von normalerweise 18 erforderlichen Atemzüge pro Minute auf 1 Atemzug pro Minute zu reduzieren. Dies ist ein allmählicher Prozess, den man nicht ohne Begleitung erfahren sollte. Durch die Reduzierung der Atemfrequenz werden verschiedene Wirkungen erzielt:

8 Atemzüge pro Minute => Wirkung Entspannung, Heilung wird verstärkt
4 Atemzüge pro Minute => Wirkung meditativer Zustand wird erreicht
1 Atemzug pro Minute   => Wirkung Sorgen und Ängste werden reduziert